Was wäre, wenn berühmte Persönlichkeiten der Geschichte heute einen eigenen Instagram Account hätten? Genau mit dieser Frage beschäftigt sich das Projekt „Geschichte im Social Media Style“, geleitet von Frau Wenzel und Frau Lehmann-Schwering. Hier treffen historische Fakten auf kreative Ideen, Medien und Schauspiel. In dem Projekt werden berühmte Persönlichkeiten, die bereits verstorben sind, auf eine ganz neue Art zum Leben erweckt. Die Schülerinnen und Schüler schlüpfen in ihre Rollen und gestalten aus ihrer Perspektive eigene Instagram-Accounts. Dabei geht es nicht nur um Bilder und Videos, sondern auch darum, historische Ereignisse und wichtige Informationen auf eine spannende und moderne Weise darzustellen. Zu den Persönlichkeiten gehören unter anderem Kleopatra, Sisi, Marie Curie und Michael Jackson.
Doch wie entsteht eigentlich ein solcher Account? Zunächst müssen die Schülerinnen und Schüler recherchieren und sich mit den jeweiligen Persönlichkeiten beschäftigen. Anschließend entwickeln sie passende Inhalte, entwerfen Beiträge und nehmen Videos auf. Dabei kommt auch ein Greenscreen zum Einsatz mit dem sie sich verschiedene Hintergründe erstellen. So können historische Persönlichkeiten z.B in einer modernen Umgebung erscheinen. Auch Originalmaterial wird verwendet, um die Inhalte möglichst autentisch zu gestalten. Ein Beispiel ist die Gruppe, die sich mit Michael Jackson beschäftigt. Leo aus der Schülergruppe hat berichtet, dass Interviews in Verkleidung geführt wurden und Informationen über sein erstes Album sowie seine Musik erarbeitet wurden. Auch das Kostüm durfte nicht fehlen: ein Hut und die berühmten Handschuhe gehören zu den bekannten Erkennungsmerkmalen der berühmten Persönlichkeit. Außerdem überlegte sich die Gruppe, wie Michael Jackson heute auftreten würde, wenn er noch leben würde. Natürlich steht man bei solchen Projekten nicht von Anfang an mit einer fertigen und guten Idee da. Am Anfang fiel es einigen Schülerinnen und Schülern schwer, kreativ zu werden und eine klare Vorstellung zu entwickeln. Frau Lehmann-Schwering berichtete, dass das Projekt deshalb etwas Anlaufzeit brauchte. Am ersten Tag standen zunächst ein kurzes Kennenlernspiel und verschiedene Theaterübungen auf dem Programm. Dabei ging es um die Körperhaltung, die Stimme und darum, sich vor anderen Leuten zu präsentieren. Außerdem wurde gemeinsam besprochen, welche Persönlichkeiten die Gruppen behandeln möchten. Inspiration und Unterstützung gab es dabei auch von Frau Lehmann-Schwering. Die Arbeit an diesem Projekt ist also nicht für jeden einfach. Während sich manche gerne verkleiden und vor der Kamera in Szene setzen, haben andere Bedenken davor, vor der Kamera zu stehen. Gerade deshalb bietet das Projekt die Möglichkeit, Neues auszuprobieren, eigene Ideen einzubringen und dabei auch mehr Selbstvertrauen zu gewinnen.
Das Projekt verbindet Geschichte mit Kreativität und digitalen Medien:
Statt historische Persönlichkeiten nur aus dem Schulbuch kennenzulernen, können die Teilnehmenden selbst in ihre Rollen schlüpfen und überlegen, wie diese Menschen heute in den sozialen Medien auftreten würden. Wer gerne schauspielert, Videos dreht, kreativ arbeitet oder sich für Geschichte interessiert, ist hier also genau richtig.
Text: Alina und Mark

