projektwochelogogross xxx 001

2026 logoprowosmart 002 xxx

Vom Tonklumpen zum Kunstwerk: Einblicke in das Töpferprojekt
Featured

Vom Tonklumpen zum Kunstwerk: Einblicke in das Töpferprojekt

Macht Ton eigentlich einen Ton? Das wollen wir bei einem Besuch des Projekts „Töpfern“ herausfinden.


Wir betreten den Raum 203 und finden Gruppentische vor, an denen zahlreiche Schülerinnen und Schüler sitzen. 27 Schülerinnen und Schüler haben einige Stunden zuvor die grundlegenden Techniken des Töpferns erlernt. Nun dürfen sie eigene Versuche wagen und die Techniken in praktischer Anwendung erproben. Vor ihnen liegen ein Klecks Ton und zahlreiche Werkzeuge. Auf einer verschmierten Unterlage wird der Ton geformt. Ab und zu hört man ein lautes Hämmern, wenn jemand seinen Tonblock kräftig auf die Unterlage wirft. Die konzentrierte Atmosphäre wird durch ein stetiges Murmeln begleitet. Bei einigen Schülerinnen und Schülern nehmen die Tonblöcke schon Form an, langsam sind Figuren und Schalen erkennbar.


Der Ton macht also nicht nur einen Ton, wenn er auf den Boden fällt, sondern man merkt es auch an der belebten Atmosphäre im Raum. Es wird viel gelacht, sich unterhalten, aber vor allem produktiv gearbeitet.

Wir setzen uns zwischen Ella, Lara, Lilli und Elif aus der 6. Klasse. Elif rollt erst Würstchen und schlängelt sie anschließend zu einem Schälchen. Ihre Ton-Würstchen sind gleichmäßig übereinandergelegt und lassen mit jeder Schicht die Schale in die Höhe wachsen.

Verschiedene Werkzeuge liegen vor den vier Mädchen. Ein Spieß, zum Anritzen des Materials für den besseren Halt, ein Spatel, um die Innenseiten zu glätten, eine Schlinge aus Metall, um Tonkugeln aushöhlen zu können. Ella schildert uns: „Mir gefällt es, wie kreativ man mit dem Ton umgehen kann.“ Sie sagt, man könne beim Glattstreichen des Materials Emotionen verarbeiten. Lilli erklärt: „Damit man den Ton verformen kann, muss man jedes Mal die Hände befeuchten.“ Sie führt ihre Finger zusammen und taucht sie kurz in die Tasse, die vor ihr steht, ein. Dann nimmt sie den Ton wieder in die Hand und fährt mit ihren Fingern entlang des Randes von ihrem Teller, der mit jedem Streichen runder wird. 
Paulina aus der 9. Klasse töpfert zum ersten Mal. Sie zeigt uns ihre fertig getöpferte Schale, während sie mit dem Spieß ihre zweite Schale aus einzelnen Ton-Würsten zusammensetzt. „Es ist ein bisschen schwierig, den Ton gleichmäßig zu formen“, berichtet uns Paulina, während sie souverän ihre Schale in der Hand dreht. 
Auch Jonathan aus der Q1 formt eifrig seinen Tonblock. Stolz zeigt er uns seinen Eierbecher, den er schon fertiggestellt hat. Es folgt ein Soßenlöffel-Halter, der ihn noch vor einige Schwierigkeiten stellt. Mit kreativem Geist begegnet er den Herausforderungen, wie beispielsweise genug Material einzurechnen, um das Schrumpfen während des Brennens auszugleichen. Jonathan hat Großes vor und möchte in dieser Woche noch eine Enten-Tasse töpfern.


Die Schülerinnen und Schüler haben viel Spaß. Den Schülerinnen und Schülern gefällt vor  allem die kreative Arbeit und die Möglichkeit, sich die Motive selbst auszusuchen, sehr.
Herr Jakubowski ist besonders von der eigenständigen Arbeit der Schülerinnen und Schüler begeistert und davon, dass das Projekt trotz verschiedener Altersstufen und einer großen Gruppe gut funktioniert.

Es lohnt sich, am Freitag der Ausstellung des Töpferprojekts einen Besuch abzustatten und die kreativen Töpferergebnisse selbst zu begutachten.

Text: Viki, Nele, Lena und Frau Nolle

Bilder: Simon